WordPress einfach auf neue DOMAIN umziehen

Da ich selbst bis eben länger keinen WordPress Umzug mehr vorgenommen hatte, war es in meinem Kopf eine riesen Sache. Ich dachte mir, was ist, wenn nach dem Umzug die Seite nicht mehr läuft und ich meine Rankings verliere etc., die Seite wurde kürzlich ein Jahr alt und belegt #1 bei Google.

Doch die Domain ist eine .com und da ich diese Seite kaum monetarisieren kann und sie sich nicht mal selbst finanziert, bin ich erfolgreich auf eine günstige .de Domain unter dem selben Namen geswitcht.

Dabei lässt sich WordPress im Prinzip ganz einfach umziehen.

1. Schritt – alte Datenbank kopieren (optional wenn Server bleibt)

Tipp: Wenn ihr sowieso wisst was ihr tut und diese Anleitung blos als Leitfaden nutzt, braucht ihr kein Backup zu machen. Ansonsten bitte mit PHPMYADMIN oder MySQL Dumper eine Sicherheitskopie anfertigen.

Wenn der Server ebenfalls umgezogen werden soll, muss man die Datenbank kopieren. Ansonsten nicht und dieser Schritt kann übersprungen werden.

Man sollte anstreben, die Konfiguration (Datenbank Name, Login, Passwort und Struktur) beizubehalten. Ansonsten findet man in der Datei wp-config.php die MySQL Einstellungen und kann sie ganz einfach mit einem Texteditor ändern z.B. mit dem Windows Editor. Besser ist es, einen richtigen PHP Editor wie meinen Favoriten Sublime Text, bei Änderungen von solchen Dateien zu verwenden.

 

2. Schritt – Domain einrichten

Die neue Domain sollte eingerichtet und funktionsfähig bereit stehen. Gerade bei frisch registrieren Domains macht dieser Punkt Probleme, da Änderungen bis zu 24 Stunden dauern können und uns somit vorerst einen Strich durch die Rechnung machen könnten.

Deshalb: Domain vorzeitig einrichten, bis sie zu 100% erreichbar ist. Ein neues Verzeichnis sollte in Plesk speziell für diese Domain angelegt werden.

 

3. Schritt – alte Dateien kopieren

Nun zieht man per FTP die alten Daten auf seine Festplatte und lädt sie sofort wieder ins neue Verzeichnis der neuen Domain. In der wp-config.php sollten dann noch die folgenden Einstellungen gemacht werden …

 

4. Schritt – alle alten URLs überschreiben und ersetzen wp-config.php

In die wp-config.php trägt man direkt nach dem <?php folgende zwei Zeilen ein:

Wichtig ist, dass man den Pfad zu seiner WP-Installation angibt und kein abschließender Strich / verwendet wird!

Nun ruft man seine Seite auf und loggt sich in den WP-ADMIN Bereich ein. Hatte man zuvor Clef als Sicherung des WP-Admin Bereiches installiert, muss man hier noch schnell die Domain zur neuen ändern (Clef unterstützt einen automatisch bei diesen Schritten!).







5. Schritt – Better Search Replace Plugin installieren

Nun installiert man das better search replace WordPress Plugin.

Im WordPress Backend unter Werkzeuge -> Better Search Replace findet man das CP des Plugins.

Hier übernimmt man folgende Einstellungen, natürlich nach seinen eigenen Parametern angepasst (ALLE TABELLEN AUSWÄHLEN!):

wordpress-umziehen-better-search-replace-anleitung

Und lässt das Plugin durchlaufen.

Danach sollte man es wieder deaktivieren, da es ggf. eine Sicherheitslücke darstellen könnte.

6. Schritt – Die beiden Zeilen aus der wp-config.php wieder entfernen

Edit: Dieser Schritt hat bei mir oft gebuggt, obwohl er von anderen empfohlen wird. Ab und an gibt es Probleme mit dem WP-Admin Bereich an dieser Stelle. Dann einfach den Eintrag in der wp-config.php drin lassen!

 

7. Schritt – Umzug bei Google melden

Falls ihr auf Google als Traffic Quelle setzt und Wert gebt, müsst ihr in den Webmaster Tools einen Umzug anmelden. Vergesst dabei auf keinen Fall, eine korrekte 301 Weiterleitung der alten Domain durchzuführen.

Am besten verschiebt ihr die alten Daten in ein Unterverzeichnis oder löscht sie, so dass sie keinesfalls abrufbar sind (ich hatte deshalb schon mal einen „Manual Penalty“ wegen Duplicate Content!).

Folgende .htaccess ermöglicht euch eine optimale 301 Weiterleitung aller Unterseiten:

Damit seid ihr am Ende dieser Anleitung angelangt und solltet an diesem Punkt WordPress erfolgreich umgezogen haben.

Viel Spaß und Erfolg, bei Fragen kommentiert unter diesem Beitrag.







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1 Kommentare.

  1. Sehr schöner Beitrag und sehr informativ! Bei einem WordPress-Blog kann man das schon noch ganz gut umsetzen. Auch viele Webhosting Anbieter bieten Domaintransferierungen mit an. Falles es etwas umständlicher ist, sicher eine gute Alternative. Weiter so!

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