Warum man als Unternehmer nicht viele Konten haben sollte

In diesem Beitrag erkläre ich, wieso man meiner Meinung nach als Selbstständiger / Unternehmer nicht über viele Bankkonten verfügen sollte oder eher gesagt so wenig wie möglich verwenden sollte.

Doch zuerst die Frage:

Wie viele Bankkonten darf ich / man überhaupt öffnen und haben?

Eine Höchstgrenze gibt es nicht.

In der folgenden Dokumentation über das Finanzamt besitzt ein Unternehmer etwa 31 Bankkonten, ohne, laut eigener Aussage, davon bescheid zu wissen. Das Finanzamt (im Video) möchte die Kontoauszüge dieser Konten sehen und zwar von denen, die mehrere Jahre zurück liegen.

Die Verlockung zu mehreren Bankkonten

Die Verlockung ist meiner Meinung nach in der heutigen Zeit recht groß und das „hoppen“ von einem Unternehmen zum nächsten wird meistens mit Wechsel- so wie Neukunden-Prämien belohnt. Bei manchen Unternehmen gilt man nach zwei Jahren Austritt bereits wieder als Neukunde. Dies ist der Grund, wieso viele Menschen, darunter auch ich vor nicht zu langer Zeit, über eine Vielzahl von Bankkonten verfügen.

Kostenlose Konten und nette Prämien

Kostenpflichtige Bankkonten zählen heutzutage schon zu den veralteten Angeboten, denn bei den modernen Banken kriegt man für die Eröffnung sogar noch was geschenkt!

Dabei gab es 2015 die 250 Aktion der Postbank: Konto öffnen, einige Bedingungen erfüllen und 250€ Amazon Gutschein geschenkt erhalten. Leicht verdientes Geld, denkt sich so mancher.

Und das kann es tatsächlich auch sein, doch …

Mit vielen Bankkonten kommen auch viele Verpflichtungen

Man sollte stets nachhaltig denken, vor allem als Selbstständiger bzw. Unternehmer. Man ist als Kunde verpflichtet, stets seine Daten aktuell zu halten, bei jeder einzelnen Bank. Weiterhin muss man sich eine Menge Pin Codes so wie Online Zugangsdaten merken und die Karten entsprechend lagern und einordnen. Die Karten laufen auch mit der Zeit ab und müssen erneuert werden.

Doch all diese Dinge sind noch nicht so wild, denn das schwierigste ist meiner Meinung nach die Archivierung der Kontoauszüge.

Warum sollte man ALLE Kontoauszüge archivieren?

Verlorene Kontoauszüge mögen für den Privatmann oder die Privatfrau erstmal kein Problem darstellen, als Unternehmer bzw. Gewerbetreibender müssen diese, genau wie alle Rechnungen, sortiert und archiviert werden.







Es gilt eine Aufbewahrungsfrist von quasi 11 Jahren in Deutschland !!!

Als Selbstständiger / Unternehmer / Gewerbetreibender / Freiberufler oder Firma hat man seine Rechnungen so wie Kontoauszüge für bis zu 11 Jahren aufzubewahren in Deutschland. Sollte man also finanziell was mit Ämtern zu tun haben, sei es steuerrechtlich oder aufgrund von Bezug von Leistungen, sollten Dokumente wie Kontoauszüge und Rechnungen stets aufbewahrt werden und zwar bis zu 11 Jahren!

Dies ist ein wichtiger Punkt, denn sollten ein Mal Unklarheiten entstehen, steht man meistens in der Nachweispflicht und muss die Fakten und Tatsachen so wie Beweise parat haben, ansonsten steht man von Anfang in einer äußerst schlechten Situation und erleidet in jedem Fall dadurch Nachteile, auch wenn es „nur“ Zeit kostet, die alten Dokumente wieder zu beschaffen. Außerdem kann man strafrechtlich von Behörden belangt werden als Unternehmer / Selbstständiger, wenn man diese 10 (oder 11) Jahres Regelung nicht befolgt.







Weiterhin machen viele Bankkonten nicht nur bei der Archivierung (offline oder am PC) Schwierigkeiten, sondern machen auch das Unternehmen undurchsichtig, denn private Geschäfte sollten von den gewerblichen stets sauber getrennt werden. So empfiehlt sich die Verwendung von zwei getrennten Bankkonten.

Das bedeutet: Kündigungen schreiben

Alle unnötigen und verzichtbaren Bankkonten sollten gekündigt werden, um einem selbst das Leben leichter zu machen und die Finanzen so wie Kontoauszüge schön sauber und übersichtlich zu gestalten. In meinem Fall sah das dann folgendermaßen aus:

viele-kündigungen-briefe-bankkonten

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